Ich schamanisiere seit 30 Jahren, seit 4 Jahren hauptberuflich. Wer sich dafür interessiert, findet Weiteres zu mir im Netz oder direkt auf meiner Homepage www.schamanentum.ch
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vorbei
Wenn das Licht angeht. Eiei.
Ja. Es gibt sie. Die missbrauchenden Frauen. Derzeit schätzen Organisationen gegen Missbrauch den Anteil bei 10 - 20 Prozent.
Die wissenschaftlichen Untersuchungen liegen in der Schätzung bei 10%.
Derzeit.
Es gibt sie.
Auch in der europäischen, schamanischen Szene.
Das heisst übersetzt: 10% der irgendwie schamanisch tätigen Frauen operieren missbräuchlich.
Hast du je davon gehört? Kennst du jemanden, die/der davon betroffen ist, von einer Frau missbraucht worden ist? Bist du so jemand?
Melde dich bei mir, oder schreib es hier.
21./22.02.2026 Fortgeschrittenenkurs «Übergänge - Tod und Sterben aus schamanischer Sicht.»
Samstag von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr und Sonntag von 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr.
Aus Platzgründen ist die Teilnehmerzahl beschränkt. Es gibt im Dreijahresseminar freie Plätze, daher können weitere Interessenten daran teilnehmen. Der Kurs kostet einzeln und ohne Verpflegung Fr. 570.- Die Anmeldungen werden nach Eingang der Bezahlung berücksichtigt.
Anmeldung und Informationen ausschliesslich via Email
schamanische-lebensberatung@bluewin.ch
Alle Informationen und das Anmeldungsformular sind ab sofort abrufbar unter:
https://de.cdn-website.com/a6e52407bd264d459f22c9b5543e85cf/files/uploaded/Geburtstagsfest+20+Jahre+schamanisches+Heilritual+Weisse+Eule.pdf
Foto: Rollanda und ich März 2007 beim Seegüetli, am Ort unseres ersten Treffens 1996.
Nachwort von Rollanda Kongar (zum Buch „Die Weisse Eule“)
Es war mir eine große Ehre, als mein langjähriger Freund und Förderer Adrian Oswald mich bat, ein Nachwort für sein Buch „Die Weisse Eule“ zu schreiben. Es geht darin um Menschen, die ich sehr respektiere und liebe. Über viele Jahre hinweg habe ich tuvinische Schamanen begleitet und für sie gedolmetscht. Meine besondere Vorliebe galt dabei Großvater Saryglar, der mich zu seinen Lebzeiten „ältere Tochter“ nannte. Über ihn habe ich auch Adrian Osswald kennengelernt, den Großvater seinen „jüngeren Sohn“ nannte.
Als meine Mutter 1996 starb, wollte ich die Trauerfeier für sie gern auf traditionelle Art gestalten. In der Sowjetzeit war das untersagt gewesen, aber nun durften wir wieder unseren alten Traditionen folgen. Das war neu und ungewohnt für mich, und ich war auf der Suche nach Informationen über die alten Rituale. Jemand riet mir, mich an den Leiter der schamanischen Klinik in Tuva zu wenden.
Als ich dort durch die Flure zum Zimmer des Klinikdirektors ging, sah ich durch eine offen stehende Tür einen alten Schamanen, der in einem der Räume saß. Sofort sagte mir mein Gefühl, dass es eben dieser Schamane sei, den ich für die Zeremonie brauchte und den sich meine verstorbene Mutter gewünscht hätte. Doch leider folgen wir manchmal nicht unserem Gefühl, sondern unserem Kopf. So trug ich mein Anliegen zuerst dem Leiter der Klinik vor. Das erste Ritual, das sieben Tage nach dem Tod eines Menschen durchgeführt wird, war ein Fehlschlag – vieles gestaltete sich nicht so, wie es sollte. Das zweite Ritual jedoch, neunundvierzig Tage nach dem Tod meiner Mutter, verlief anders: Es war rührend, inspirierend und manchmal sogar erschreckend. Wir Hinterbliebenen hatten das Gefühl, dass meine Mutter selbst zu uns sprach und Auf Wiedersehen sagte. Dieses zweite Ritual hatte Großvater Saryglar durchgeführt.
Im selben Jahr 1996 wurden vier tuvinische Schamanen unter der Führung von Professor Kenin-Lopsan nach Österreich und in die Schweiz eingeladen. Einer der ausgewählten Schamanen war Saryglar Borbak-Ool Duktug- Oolowitsch. Ich begleitete die Gruppe als Dolmetscherin. Während dieser Reise lernte ich Saryglar nicht nur als einen großen Schamanen, sondern auch als eine außerordentlich sensible und freundliche Persönlichkeit kennen, stets einnehmend und zu Späßen aufgelegt.
Bei dem Seminar in der Schweiz, bei dem ich hauptsächlich für Saryglar übersetzte, bemerkte ich einen jungen Mann, der immer etwas abseits der anderen Teilnehmer von Saryglars Gruppe stand, aber die ganze Zeit an unserer Seite blieb. Schließlich fiel Adrian auch Saryglar auf. Ich erinnere mich, dass er zu mir sagte: „Bring mir diesen Jungen. Ich sehe ihn mit schamanischen Geschenken.“
Das war der Anfang einer faszinierenden Beziehung zwischen einem tuvinischen Schamanen aus Sibirien und einem jungen Schweizer. Saryglar erkannte Adrian als seinen Schüler und Sohn an. Von diesem ergreifenden Moment an nannten Adrian und ich Saryglar unseren Großvater und waren auf diese Weise miteinander und mit ihm verbunden. Mit der Zeit wurden wir zu vertrauten Freunden und einer Familie.
Vieles unterschied diese beiden Männer, die so weit voneinander entfernt lebten: ihr Alter, die Kultur, aus der sie stammten, der soziale Status. Und doch hatten sie so viel gemeinsam. Sie trafen sich nur dreimal von Angesicht zu Angesicht. Verbunden waren und sind sie vor allem durch ihre Fähigkeit, das Schicksal und den Wunsch, anderen Menschen zu helfen. Obwohl sie sich nur drei Mal getroffen haben – in der Schweiz, in Deutschland und Tuva –, weiß ich sicher, dass sie sich sehr oft in ihren schamanischen Reisen und Träumen begegnet sind. Lange Jahre durfte ich als Bindeglied zwischen den Beiden dienen und gab mein Bestes als Übersetzerin. Adrian teilte mit Großvater und mir seine Zweifel, seine Erlebnisse, die Resultate der aufgetragenen Übungen und durchgeführten schamanischen Rituale. Großvater wiederum teilte mit Adrian und mir seine Erfahrungen und sein Wissen, seine Liebe und sein Mitgefühl für die Menschen. Für mich war das nicht immer einfach, denn oft wussten die Beiden die jeweiligen Antworten bereits, bevor ich diese per Telefon übermitteln konnte.
In diesen langen Jahren entstand das Ritual „Die Weisse Eule“ und reifte in Adrian heran. Sicherlich wurde er dabei von verschiedenen Seiten beeinflusst, nicht zuletzt von Großvater. Aber im Tiefsten wurde dieses berührende und hilfreiche Ritual von den Geistern gegeben. Nach einer langen Zeit des Nachdenkens, der Zweifel, des Lernens und schließlich der Verbundenheit hat Adrian seine Aufgabe angenommen, dieses schamanische Ritual durchzuführen. Es freut mich, dass er die Geschichte der Entstehung des Rituals nun niedergeschrieben hat, und wünsche mir, dass es viele Menschen in ihrem Innern erreichen wird.
Tuva, im Januar 2014
Rollanda Kongar
(ehemalige Assistentin von Professor Mongush Kenin-Lopsan am Research Center for Shamanic Studies in Tuva)
Auszug aus
Die Weisse Eule
Adrian Osswald
Dieses Material ist urheberrechtlich geschützt. Das Buch ist beim Autor erhältlich
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